Krypto-Zinsen
🔴 Experte

Liquid Restaking Guide: EigenLayer, EtherFi & die Rendite-Pyramide

Restaking ist die nächste Evolution von Ethereum-Staking: Verdiene mehrfach Rendite auf dieselben ETH. Dieser Guide erklärt EigenLayer, vergleicht Liquid Restaking Tokens und zeigt dir Schritt für Schritt, wie du deine erste Restaking-Position aufbaust.

⏱️ Lesezeit: ~18 Minuten📊 Stand: Februar 2026🔴 Experten-Strategie

Was ist Restaking? — Von ETH-Staking zu EigenLayer

Restaking ermöglicht es dir, bereits gestakte ETH erneut einzusetzen, um zusätzliche Protokolle (Actively Validated Services, AVS) abzusichern — und dafür extra Belohnungen zu erhalten. EigenLayer ist das führende Restaking-Protokoll mit über $15 Milliarden TVL.

Um Restaking zu verstehen, hilft es, die Entwicklung zu betrachten. Beim klassischen Ethereum-Staking setzt du 32 ETH (oder weniger über Liquid Staking) ein, um die Ethereum-Blockchain zu sichern. Dafür bekommst du aktuell rund 3–4% APY. Deine gestakte ETH sichert aber NUR Ethereum — sie „sitzt herum" und tut nichts anderes.

EigenLayer hatte eine revolutionäre Idee: Was wäre, wenn dieselbe gestakte ETH gleichzeitig auch andere Protokolle sichern könnte? Statt nur Ethereum zu validieren, könnten Staker ihre wirtschaftliche Sicherheit auch für Brücken, Orakel, Datenverfügbarkeitsschichten und andere Dienste bereitstellen — und dafür zusätzliche Belohnungen kassieren.

Diese zusätzlichen Dienste nennt EigenLayer Actively Validated Services (AVS). Jedes AVS ist ein Protokoll, das Ethereum-Sicherheit über EigenLayer „mietet", statt eine eigene Validator-Basis aufzubauen. Beispiele für AVS: EigenDA (Datenverfügbarkeit für Rollups), Omni Network (Cross-Chain-Messaging), AltLayer (Rollup-Infrastruktur), Lagrange (ZK-Proofs).

💡 Restaking in einem Satz

Restaking = Deine gestakten ETH sichern nicht nur Ethereum, sondern gleichzeitig auch weitere Protokolle (AVS) — und du verdienst für jedes gesicherte Protokoll zusätzliche Belohnungen.

Wie funktioniert EigenLayer technisch?

1ETH staken (Basis-Schicht)

Du stakst deine ETH — entweder direkt als Validator (32 ETH) oder über ein Liquid Staking Protokoll wie Lido (stETH) oder Rocket Pool (rETH). So verdienst du die Basis-Staking-Rendite von ~3–4% APY.

2In EigenLayer einzahlen (Restaking-Schicht)

Du zahlst deine LST (z.B. stETH) in EigenLayer ein — oder nutzt „Native Restaking" mit einem eigenen Validator. EigenLayer registriert deine Einlage als wirtschaftliche Sicherheit, die für AVS genutzt werden kann.

3Operator wählt AVS (Sicherungs-Schicht)

Ein Operator (Node-Betreiber) validiert für ein oder mehrere AVS und nutzt deine restakte ETH als Sicherheit. Die AVS bezahlen den Operator, der einen Teil der Rewards an dich als Restaker weitergibt. Je mehr AVS du sicherst, desto mehr Rewards — aber auch mehr Slashing-Risiko.

Liquid Restaking Tokens (LRT) — eETH, ezETH, pufETH & rswETH

Liquid Restaking Tokens (LRTs) sind tokenisierte Restaking-Positionen. Statt deine ETH in EigenLayer zu sperren, bekommst du einen handelbaren Token zurück, den du in DeFi weiterverwenden kannst. LRTs sind für Restaking, was stETH für Ethereum-Staking ist.

Das Problem mit „nativem" EigenLayer-Restaking: Deine ETH sind gesperrt. Du kannst sie nicht als Collateral nutzen, nicht auf Pendle traden, nicht auf Aave verleihen. LRT-Protokolle lösen dieses Problem: Sie nehmen deine ETH, staken und restaken sie für dich und geben dir einen liquiden Token zurück.

🔷 EtherFi eETH — Der Marktführer

EtherFi ist das größte Liquid Restaking Protokoll mit über $5 Milliarden TVL. eETH ist der native LRT, der automatisch ETH-Staking-Rewards + EigenLayer-Restaking-Rewards akkumuliert. EtherFi zeichnet sich durch Non-Custodial Validator-Betrieb, breite DeFi-Integration (Pendle, Aave, Balancer) und ein eigenes Points-System (EtherFi-Points + EigenLayer-Points) aus. Der eETH-Token ist ein Rebasing-Token — dein Guthaben steigt automatisch mit den Erträgen.

🟢 Renzo ezETH — Cross-Chain Pioneer

Renzo Protocol verwaltet über $2 Milliarden TVL und war eines der ersten LRT-Protokolle, das auf mehreren Chains verfügbar wurde (Ethereum, Arbitrum, BNB Chain, Blast). ezETH ist ein Value-Accruing-Token — statt Rebasing steigt der Preis relativ zu ETH. Renzo hat bereits seinen $REZ-Token gelauncht und verteilt weiterhin ezPoints an Nutzer.

🛡️ Puffer pufETH — Anti-Slashing Fokus

Puffer Finance differenziert sich durch seinen Fokus auf Slashing-Schutz. Puffers „Secure-Signer"-Technologie (basierend auf Intel SGX) reduziert das Risiko, dass Validatoren geslasht werden. pufETH hat über $1 Milliarde TVL. Das Protokoll hat seinen $PUFFER-Token gelauncht und bietet zusätzlich Puffer-Points für Nutzer.

🌊 Swell rswETH — Vertikale Integration

Swell bietet sowohl einen Liquid Staking Token (swETH) als auch einen Liquid Restaking Token (rswETH) an — vertikale Integration. rswETH hat über $500 Millionen TVL. Swell entwickelt zusätzlich eine eigene L2-Blockchain (Swell L2), die rswETH als Gas-Token nutzen soll. Pearls (Swell Points) werden an rswETH-Holder verteilt.

LRT-Vergleich: TVL, APY, Chains & Risiken

Der Liquid Restaking Markt hat sich 2024/2025 rasant entwickelt. Hier ist ein detaillierter Vergleich der vier führenden LRT-Protokolle, damit du die beste Wahl für deine Strategie treffen kannst.

LRTTVLBase APYChainsToken-TypRisiko
EtherFi eETH~$5 Mrd.3,5–5%ETH, Arb, BaseRebasing🟡 Mittel
Renzo ezETH~$2 Mrd.3,2–4,5%ETH, Arb, BNB, BlastValue-Accruing🟡 Mittel
Puffer pufETH~$1,2 Mrd.3,0–4,2%ETH, ArbValue-Accruing🟢 Niedriger*
Swell rswETH~$500 Mio.3,0–4,0%ETHValue-Accruing🟡 Mittel

Stand: Februar 2026 · *Puffer: niedrigeres Slashing-Risiko durch Secure-Signer · APY exkl. Points/Airdrops · Quellen: DefiLlama, Protokoll-Dashboards

Die Base APY in der Tabelle zeigt nur die garantierten Erträge (Staking + Restaking). Dazu kommen noch Points, die bei einem Airdrop deutlich höhere effektive APYs ergeben können. Allerdings: Points-Erträge sind spekulativ und nicht garantiert — kalkuliere sie als Bonus, nicht als feste Einnahme.

Yield Stacking: ETH → stETH → Restake → LRT → DeFi

Die wahre Macht von Liquid Restaking liegt im „Yield Stacking" — dem Stapeln mehrerer Renditequellen übereinander. Jede Schicht generiert eigene Erträge, und durch die Komposabilität von DeFi kannst du dein Kapital gleichzeitig in mehreren Protokollen arbeiten lassen.

Der optimale Stack — Schicht für Schicht

1ETH → stETH (Liquid Staking)

Du stakst ETH über Lido und erhältst stETH. Rendite: ~3,4% APY (ETH Consensus + Execution Rewards). stETH ist ein Rebasing-Token — dein Guthaben steigt täglich automatisch. Lido hat den größten Market Share im Liquid Staking mit über $15 Mrd. TVL.

2stETH → Restake via EtherFi (Liquid Restaking)

Du zahlst ETH bei EtherFi ein (das Protokoll kümmert sich ums Staking + Restaking) und erhältst eETH. Zusätzliche Rendite: ~0,5–1,5% APY aus AVS-Rewards. Plus: EtherFi-Points + EigenLayer-Points, die in zukünftige Token-Airdrops konvertiert werden können.

3eETH → Pendle (Yield Trading)

Du setzt deinen eETH auf Pendle ein — entweder als PT (Fixed Yield 5–8%) oder als LP (Fees + PENDLE-Rewards 5–15%). Zusätzliche Rendite: 3–10% APY. Bonus: YT-Holder bekommen die vollen EtherFi- und EigenLayer-Points.

4Alternativ: eETH → Aave (Lending)

Du nutzt eETH oder weETH (Wrapped eETH) als Collateral auf Aave V3. Du kannst dagegen Stablecoins leihen und diese wiederum in Yield-Strategien einsetzen (Leverage-Looping). Zusätzliche Rendite: variabel, aber 2–5% APY durch die Stablecoin-Position möglich. Achtung: Leverage erhöht das Liquidationsrisiko erheblich!

📊 Beispiel: Gesamt-Rendite des Stacks

  • ETH-Staking: ~3,4% APY
  • + Restaking-Rewards: ~1,0% APY
  • + Pendle LP/PT: ~5,0% APY
  • + Points-Wert (geschätzt): ~3–10% APY
  • = Gesamt: ~12–20% APY (je nach Points-Bewertung)

⚠️ Risiko-Warnung: Stack-Komplexität

Jede Schicht im Stack fügt ein neues Risiko hinzu. Statt nur dem Smart-Contract-Risiko von Ethereum trägst du jetzt das Risiko von Lido + EigenLayer + EtherFi + Pendle (oder Aave). Wenn ein einziges Protokoll in der Kette gehackt wird oder einen Bug hat, kann dein gesamtes gestapeltes Kapital betroffen sein. Diversifiziere — setze nicht alles auf einen Stack.

Die Rendite-Pyramide — Base Yield + Restaking + Points + DeFi

Die Rendite-Pyramide visualisiert die verschiedenen Ertragsschichten beim Liquid Restaking. Je höher du in der Pyramide steigst, desto mehr Rendite — aber auch desto mehr Risiko und Komplexität.

Schicht 1: ETH Staking (Basis) — 3–4% APY

Ethereum Consensus + Execution Rewards. Sicherste Schicht, seit 2022 live. Über Lido (stETH), Rocket Pool (rETH) oder direkt.

Schicht 2: Restaking (EigenLayer) — +0,5–2% APY

AVS-Rewards für die Sicherung zusätzlicher Protokolle. Seit 2024 mit live AVS-Rewards. EigenLayer + LRT-Protokoll.

Schicht 3: Points & Airdrops — +3–15% APY (geschätzt)

EigenLayer Points, LRT-Points (EtherFi, Renzo etc.), Partner-Points. Spekulativer Wert — kann sehr lukrativ sein, ist aber nicht garantiert.

Schicht 4: DeFi-Composability — +2–10% APY

LRT als Collateral auf Aave, in Pendle-Pools, als LP auf Balancer/Curve. Zusätzliche Rendite durch DeFi-Strategien.

Schicht 5: Leverage (Experten!) — Multiplikator

LRT als Collateral → Stablecoins leihen → zurück in LRT = gehebelte Position. Extrem risikoreich — Liquidation bei Depeg möglich!

Die meisten Nutzer sollten bei Schicht 1–3 bleiben. Schicht 4 erfordert DeFi-Erfahrung und aktives Monitoring. Schicht 5 (Leverage) ist nur für erfahrene DeFi-Power-User geeignet, die Liquidationsrisiken verstehen und aktiv managen können.

Risiken beim Liquid Restaking — Ehrliche Analyse

Liquid Restaking ist eine der komplexesten DeFi-Strategien und bringt mehrere Risikoschichten mit sich. Wer nur die Rendite sieht und die Risiken ignoriert, wird langfristig verlieren. Hier sind die fünf Hauptrisiken.

⚡ Slashing-Risiko

Beim Restaking sicherst du zusätzliche Protokolle (AVS). Wenn der Operator fehlerhaft handelt oder ein AVS angegriffen wird, können deine restakten ETH „geslasht" (gekürzt) werden. EigenLayer hat Slashing-Bedingungen implementiert, die je nach AVS unterschiedlich streng sind. Bisher sind keine größeren Slashing-Events aufgetreten, aber das Risiko ist real und steigt mit der Anzahl der gesicherten AVS.

🔐 Smart-Contract-Risiko (mehrfach!)

Beim Yield Stacking trägst du das Smart-Contract-Risiko JEDER Schicht: Ethereum-Staking-Contract + Lido (stETH) + EigenLayer + EtherFi (eETH) + ggf. Pendle oder Aave. Jede Schicht wurde auditiert, aber kein Audit gibt 100% Sicherheit. Ein Bug in einem einzigen Protokoll kann die gesamte Position gefährden. Diversifiziere über mehrere LRT-Protokolle, um das Risiko zu streuen.

💱 Depeg-Risiko

LRT-Token wie eETH, ezETH oder pufETH sollten ungefähr 1:1 mit ETH gehandelt werden. In Stressphasen kann ein LRT aber unter seinen fairen Wert fallen (Depeg). Im Juni 2024 verlor ezETH kurzzeitig ~5% seines ETH-Pegs. Wenn du den LRT als Collateral auf Aave nutzt, kann ein Depeg eine Liquidation auslösen — selbst wenn der ETH-Preis stabil bleibt.

🧩 Komplexitäts-Risiko

Je mehr Schichten du stapelst, desto schwieriger wird es, dein Gesamtrisiko zu überblicken. Interaktionen zwischen Protokollen können unerwartete Effekte haben. Außerdem ändern sich APYs, Points-Programme und AVS-Rewards laufend. Aktives Monitoring ist Pflicht — Liquid Restaking ist keine „Set-and-Forget"-Strategie. Wenn du nicht mindestens wöchentlich deine Positionen prüfen willst, ist einfaches ETH-Staking die bessere Wahl.

📊 Zentralisierungs-Risiko

EigenLayer kontrolliert einen signifikanten Anteil der gestakten ETH-Sicherheit. Wenn ein Problem bei EigenLayer auftritt, betrifft es gleichzeitig alle LRT-Protokolle, alle AVS und alle DeFi-Positionen, die auf LRTs basieren. Diese systemische Konzentration ist ein Risiko für das gesamte Ethereum-Ökosystem und wird in der Community aktiv diskutiert.

Schritt-für-Schritt: Deine erste Restaking-Position

So baust du in 5 Schritten deine erste Liquid Restaking Position auf. Wir nutzen EtherFi als Beispiel — das Prinzip ist bei anderen LRT-Protokollen ähnlich.

1ETH in dein Wallet laden

Kaufe ETH auf einer regulierten Börse wie Kraken oder Bitpanda und transferiere sie an dein MetaMask (oder anderes Web3-Wallet). Du brauchst mindestens 0,1 ETH für einen sinnvollen Start + etwas ETH für Gasgebühren (~$5–20 auf Ethereum Mainnet). Tipp: Für kleinere Beträge kannst du auch auf Arbitrum starten — die Gasgebühren sind dort minimal.

2EtherFi App verbinden

Besuche app.ether.fi und klicke auf „Connect Wallet". Verbinde dein MetaMask-Wallet. Stelle sicher, dass du auf der richtigen Chain bist (Ethereum Mainnet oder Arbitrum). Prüfe immer die URL — Phishing-Seiten sind ein reales Risiko in DeFi!

3ETH einzahlen und eETH erhalten

Klicke auf "Stake" und gib den gewünschten ETH-Betrag ein. Bestätige die Transaktion in MetaMask. Nach der Blockchain-Bestätigung (1–5 Minuten) erscheint eETH in deinem Wallet. EtherFi kümmert sich automatisch um ETH-Staking + EigenLayer-Restaking — du musst nichts weiter tun. Ab jetzt verdienst du Staking- + Restaking-Rewards + EtherFi-Points + EigenLayer-Points.

4Optional: eETH in DeFi nutzen

Für zusätzliche Rendite kannst du eETH (oder weETH = Wrapped eETH) auf Pendle als PT/LP einsetzen, auf Aave V3 als Collateral hinterlegen oder in Liquidity Pools auf Balancer/Curve bereitstellen. Jede zusätzliche Schicht bringt mehr Rendite, aber auch mehr Risiko.

5Position überwachen

Überwache deine Position regelmäßig: Checke das EtherFi-Dashboard für deine Rewards und Points, DefiLlama für TVL-Entwicklung und DeBank für dein Gesamtportfolio. Achte besonders auf Depeg-Warnungen (eETH/ETH Ratio) und Slashing-News auf EigenLayer. Setze dir einen wöchentlichen Reminder.

💡 Kosten-Überblick

Für eine einfache Restaking-Position (ETH → eETH) zahlst du eine Transaktion (~$5–15 auf Ethereum, ~$0,20 auf Arbitrum). Wenn du eETH zusätzlich auf Pendle oder Aave einsetzt, kommen 1–2 weitere Transaktionen hinzu. EtherFi selbst erhebt keine Einzahlungsgebühr — das Protokoll nimmt einen Anteil (10%) der Staking-/Restaking-Rewards.

Steuern auf Restaking-Erträge in Deutschland

Die steuerliche Behandlung von Restaking-Erträgen in Deutschland ist komplex, da mehrere Ertragsquellen zusammenkommen. Hier ist eine Übersicht — im Zweifel ziehe immer einen Steuerberater mit Krypto-Erfahrung hinzu.

📋 Staking-Rewards (Basis-Schicht)

ETH-Staking-Rewards gelten als sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG). Sie sind bis zur Freigrenze von 256€ pro Jahr steuerfrei. Darüber wird dein persönlicher Einkommensteuersatz angewendet. Der Zufluss-Zeitpunkt (wann die Rewards "eingehen") bestimmt den steuerlichen Wert.

📋 Restaking-Rewards (EigenLayer-Schicht)

AVS-Rewards werden ebenfalls als sonstige Einkünfte behandelt. Bei LRTs, die Value-Accruing sind (ezETH, pufETH), ist der Zufluss schwieriger zu definieren — Steuer-Software wie CoinTracking oder Blockpit hilft hier.

📋 Airdrops & Points

Token-Airdrops (z.B. ETHFI, REZ, PUFFER) werden zum Zeitpunkt des Empfangs als sonstiges Einkommen besteuert — zum Marktwert bei Zufluss. Points selbst sind steuerlich irrelevant, solange sie nicht in Token konvertiert werden.

⚠️ Steuer-Hinweis

Die steuerliche Behandlung von Restaking und LRTs ist rechtlich nicht abschließend geklärt. Das BMF-Schreiben zu Kryptowährungen von 2022 deckt Restaking nicht explizit ab. Mehr Details in unserem Krypto-Steuer-Guide.

Über die Autoren

KZ

Krypto-Zinsen.com Redaktion

Unser Redaktionsteam besteht aus Krypto-Investoren mit jahrelanger Erfahrung in DeFi, Staking und Trading. Wir recherchieren gründlich, testen Plattformen selbst und aktualisieren unsere Inhalte regelmäßig.

🎯 Finde den besten Yield für deine Coins

18.500+ Pools durchsuchen, Risiko-Rating, Steuer-Schätzung — mit dem persönlichen Yield-Finder.

Häufig gestellte Fragen zu Liquid Restaking

Was ist Liquid Restaking einfach erklärt?

Liquid Restaking bedeutet, dass du deine gestakten ETH (z.B. stETH) über EigenLayer erneut stakst, um zusätzliche Protokolle (AVS) abzusichern — und dafür extra Belohnungen erhältst. „Liquid" bedeutet, dass du einen Token (z.B. eETH) bekommst, den du weiter in DeFi nutzen kannst, statt dass dein Kapital gesperrt ist. So verdienst du mehrfach: ETH-Staking + Restaking + DeFi-Yield.

Was ist der Unterschied zwischen Staking und Restaking?

Beim normalen ETH-Staking sicherst du die Ethereum-Blockchain und bekommst ~3–4% APY. Beim Restaking setzt du dieselben gestakten ETH zusätzlich ein, um weitere Protokolle (Actively Validated Services, AVS) zu sichern. Du bekommst die Staking-Rendite PLUS zusätzliche Restaking-Rewards. Das Risiko steigt allerdings auch: Bei einem Fehlverhalten können deine ETH in beiden Systemen gekürzt (geslasht) werden.

Welcher Liquid Restaking Token ist der beste?

EtherFi eETH ist der größte LRT mit dem höchsten TVL (~$5 Mrd.) und der besten DeFi-Integration. Für höheres Risiko/Rendite ist Renzo ezETH interessant. Puffer pufETH bietet ein einzigartiges Anti-Slashing-Feature. Es gibt keinen „besten" LRT — die Wahl hängt von deiner Risikotoleranz und gewünschten DeFi-Integrationen ab.

Kann ich beim Restaking meine ETH verlieren?

Ja, es gibt ein Slashing-Risiko: Wenn ein Validator oder AVS-Operator fehlerhaft handelt, können deine restakten ETH gekürzt werden. Zusätzlich bestehen Smart-Contract-Risiken (EigenLayer + LRT-Protokoll + DeFi-Protokolle = mehrere Risikoschichten) und Depeg-Risiken (der LRT-Token kann temporär unter seinen fairen Wert fallen). Restaking ist eine Experten-Strategie mit realen Verlustrisiken.

Wie werden Restaking-Erträge in Deutschland versteuert?

Restaking-Erträge gelten in Deutschland als sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG). Sie sind bis zur Freigrenze von 256€ pro Jahr steuerfrei, darüber zahlst du deinen persönlichen Einkommensteuersatz. Da Restaking mehrere Ertragsquellen hat (Staking + Restaking + Points/Airdrops), empfiehlt sich eine Steuer-Software wie CoinTracking oder Blockpit. Die steuerliche Behandlung von Points und Airdrops ist komplex — ein Steuerberater mit Krypto-Erfahrung ist hier empfehlenswert.

Was sind Actively Validated Services (AVS)?

AVS sind Protokolle und Dienste, die Ethereum-Sicherheit über EigenLayer „mieten". Statt eine eigene Validator-Basis aufzubauen, nutzen AVS die gestaakte ETH von EigenLayer als Sicherheit. Beispiele: EigenDA (Datenverfügbarkeit), Omni Network (Cross-Chain-Messaging), AltLayer (Rollup-Infrastruktur). Je mehr AVS live gehen und Rewards zahlen, desto höher die Restaking-Rendite.

Fazit: Liquid Restaking — Die Zukunft von ETH-Renditen

Liquid Restaking ist die bisher komplexeste, aber auch renditestärkste Methode, um mit Ethereum passive Erträge zu erzielen. Mit der Rendite-Pyramide aus Staking + Restaking + Points + DeFi sind zweistellige APYs auf ETH realistisch — bei entsprechendem Risiko.

EigenLayer hat mit dem Restaking-Konzept eine neue Kategorie in DeFi geschaffen, und LRT-Protokolle wie EtherFi, Renzo und Puffer machen sie für jeden zugänglich. Das Ökosystem wächst rasant: Immer mehr AVS gehen live, die Restaking-Rewards steigen, und die DeFi-Integrationen werden tiefer.

Gleichzeitig solltest du die Risiken nicht unterschätzen. Liquid Restaking stapelt mehrere Smart-Contract-Risiken übereinander, Slashing ist ein reales Risiko, und die Komplexität erfordert aktives Monitoring. Für Einsteiger empfehlen wir: Starte mit einer einfachen Position (ETH → eETH bei EtherFi) und taste dich langsam an komplexere Stacks heran.

Stand: Februar 2026 · Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Krypto-Investments bergen erhebliche Risiken.