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Stablecoins — Was sie sind und wie du damit Zinsen verdienst

Stand: Februar 2026

Stablecoins sind die Brücke zwischen der klassischen Finanzwelt und Krypto. Sie kombinieren die Stabilität von Fiat-Währungen wie dem US-Dollar oder Euro mit den Vorteilen der Blockchain-Technologie — schnelle Überweisungen, globale Verfügbarkeit und Zugang zu attraktiven Renditen. In diesem umfassenden Guide erfährst du alles über Stablecoins: wie sie funktionieren, welche die wichtigsten sind, wie du 3–12 % Zinsen verdienen kannst und welche Risiken du kennen musst.

Wenn du die Grundlagen von Kryptowährungen noch nicht kennst, empfehlen wir dir zuerst unseren Krypto-Basics Guide. Bereits mit Krypto vertraut? Dann spring direkt zu den Zinsmöglichkeiten.


Was sind Stablecoins?

Ein Stablecoin ist eine Kryptowährung, deren Wert an einen stabilen Basiswert gekoppelt ist — meist den US-Dollar (1 Stablecoin = 1 USD). Dadurch vermeidest du die extreme Volatilität von Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen, behältst aber die Vorteile der Blockchain: schnelle und grenzüberschreitende Überweisungen, Zugang zu DeFi-Protokollen und programmierbare Finanzen.

Stablecoins sind wertstabile Kryptowährungen, die an Fiat-Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind und aktuell eine Gesamtmarktkapitalisierung von über 200 Milliarden US-Dollar aufweisen. Sie sind das Fundament des gesamten DeFi-Ökosystems und werden für Lending, Trading und internationale Überweisungen genutzt.

Warum sind Stablecoins so wichtig? Stell dir vor, du möchtest in DeFi Zinsen verdienen, aber nicht dem Bitcoin-Kursrisiko ausgesetzt sein. Oder du möchtest Geld international versenden — in Sekunden statt Tagen und für Centbeträge statt Bankgebühren. Genau dafür sind Stablecoins da. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt des modernen Krypto-Ökosystems.

Die drei Arten von Stablecoins

1. Fiat-gedeckte Stablecoins (Fiat-backed)

Diese Stablecoins sind durch echte US-Dollar, Euro oder andere Fiat-Währungen gedeckt, die bei regulierten Finanzinstituten hinterlegt sind. Für jeden ausgegebenen Stablecoin existiert (im Idealfall) ein entsprechender Dollar auf einem Bankkonto oder in kurzfristigen Staatsanleihen.

Das Funktionsprinzip ist einfach: Ein Unternehmen (z. B. Circle für USDC oder Tether für USDT) nimmt Dollar-Einlagen an und gibt im Gegenzug Stablecoin-Token auf der Blockchain aus. Wenn du deine Stablecoins zurückgibst, bekommst du Dollar — das nennt sich Redemption. Diese Eins-zu-eins-Einlösbarkeit hält den Preis bei 1 USD.

Beispiele: USDT (Tether), USDC (Circle), EURC (Circle), PYUSD (PayPal)

Vorteile: Einfaches, verständliches Konzept; höchste Liquidität auf dem Markt; relativ stabile Preisbindung; breite Akzeptanz bei CEXs und DEXs

Nachteile: Zentralisiert — eine Firma kontrolliert den Token; abhängig von der Vertrauenswürdigkeit des Emittenten; Gegenparteirisiko (was passiert, wenn die Reserven nicht vollständig sind?); Adressen können eingefroren werden

2. Krypto-gedeckte Stablecoins (Crypto-backed)

Diese Stablecoins sind durch andere Kryptowährungen überbesichert. Das Konzept: Um 100 $ in DAI zu erstellen, musst du z. B. 150 $ in Ethereum als Sicherheit hinterlegen. Diese Überbesicherung von 150 % gleicht die Kursschwankungen der zugrundeliegenden Krypto-Sicherheit aus. Wenn ETH im Preis fällt, bleibt DAI trotzdem bei ~1 $, solange die Überbesicherung ausreicht.

Der Vorteil gegenüber Fiat-gedeckten Stablecoins: Kein zentrales Unternehmen hat Kontrolle. Die Sicherheiten liegen transparent on-chain in Smart Contracts — jeder kann sie in Echtzeit prüfen. Die Erstellung und Einlösung erfolgt automatisch über Code.

Beispiele: DAI (MakerDAO/Sky), LUSD (Liquity), sUSD (Synthetix)

Vorteile: Dezentral und transparent; keine zentrale Instanz kann Token einfrieren; vollständig on-chain überprüfbar; zensurresistent

Nachteile: Kapitalineffizient (du musst mehr hinterlegen als du bekommst); komplex in der Funktionsweise; bei extremen Kurseinbrüchen kann die Überbesicherung nicht ausreichen; Abhängigkeit von Oracle-Preisdaten

3. Algorithmische Stablecoins (Algorithmic)

Algorithmische Stablecoins versuchen, ihre Preisstabilität durch Algorithmen und Smart Contracts aufrechtzuerhalten — ohne direkte Deckung durch Fiat oder Krypto. Sie nutzen Angebots- und Nachfrage-Mechanismen: Wenn der Preis über 1 $ steigt, werden neue Token erzeugt. Wenn er unter 1 $ fällt, werden Token verbrannt oder Arbitrage-Anreize geschaffen.

Beispiele: FRAX (teilweise algorithmisch, teilweise besichert), ehemals UST (Terra/Luna — spektakulär gescheitert im Mai 2022)

Vorteile: Potenziell hoch skalierbar; dezentral; keine Abhängigkeit von Bankkonten; kapitaleffizient

Nachteile: Hohes Depeg-Risiko — besonders in Stresssituationen; der Terra/Luna-Kollaps hat gezeigt, dass rein algorithmische Modelle in einer Todesspirale enden können; regulatorisch zunehmend unter Druck; geringes Vertrauen der Community nach 2022

⚠️ Warnung: Der Zusammenbruch von Terra/Luna im Mai 2022 hat gezeigt, dass algorithmische Stablecoins trotz hoher Marktkapitalisierung (40+ Mrd. USD) innerhalb weniger Tage komplett scheitern können. Rein algorithmische Modelle gelten seitdem als besonders riskant. Mehr über gescheiterte Projekte und wie du Warnsignale erkennst, liest du in unserem Krypto-Betrug Guide.


Die wichtigsten Stablecoins 2026

USDT (Tether)

Marktkapitalisierung: ~140 Mrd. USD (Stand: Feb. 2026) Blockchain: Ethereum, Tron, Solana, Avalanche, Polygon, TON, u.v.m. Backing: Laut Tether gedeckt durch US-Treasuries, Cash und Cash-Äquivalente Tägliches Handelsvolumen: Regelmäßig über 50 Mrd. USD

USDT ist der größte Stablecoin der Welt und das meistgehandelte Krypto-Asset überhaupt — mit einem täglichen Handelsvolumen, das regelmäßig Bitcoin übersteigt. Tether dominiert besonders den asiatischen Markt und ist der Standard-Stablecoin auf den meisten Krypto-Börsen weltweit. Mehr als die Hälfte aller Krypto-Trades beinhalten USDT als eines der Handelspaare.

USDT existiert auf zahlreichen Blockchains, wobei Tron und Ethereum die meistgenutzten Netzwerke sind. Auf Tron ist USDT besonders beliebt, da die Transaktionsgebühren dort extrem niedrig sind (unter 1 $) — ideal für internationale Überweisungen und alltägliche Nutzung in Schwellenländern.

Risiken: Tether stand jahrelang in der Kritik wegen mangelnder Transparenz bezüglich seiner Reserven. Die Firma hat in der Vergangenheit irreführende Angaben über die Zusammensetzung ihrer Reserven gemacht und wurde dafür von der US-CFTC mit einer Geldstrafe belegt. Inzwischen veröffentlicht Tether quartalsweise Attestierungsberichte durch BDO Italia, aber vollständige Audits nach internationalen Rechnungslegungsstandards fehlen weiterhin. Die systemische Abhängigkeit des gesamten Krypto-Marktes von einem einzelnen Stablecoin ist ein nicht zu unterschätzendes Konzentrationsrisiko.

Stärken: Höchste Liquidität, breiteste Akzeptanz, niedrige Gebühren auf Tron Schwächen: Transparenz-Bedenken, zentralisiert, regulatorisches Risiko in der EU unter MiCA

USDC (USD Coin)

Marktkapitalisierung: ~45 Mrd. USD (Stand: Feb. 2026) Blockchain: Ethereum, Solana, Avalanche, Base, Polygon, Arbitrum, Optimism, u.v.m. Backing: Vollständig gedeckt durch US-Dollar-Bargeld und kurzfristige US-Staatsanleihen Emittent: Circle Internet Financial, LLC (USA)

USDC wird von Circle herausgegeben und gilt als der transparenteste und regulierungskonformste Stablecoin auf dem Markt. Circle veröffentlicht monatliche Attestierungsberichte von Deloitte — einer der „Big Four" Wirtschaftsprüfungsgesellschaften — und ist im Gegensatz zu Tether vollständig in den USA reguliert. Die Reserven werden bei regulierten US-Finanzinstituten gehalten, darunter die Bank of New York Mellon.

USDC ist der regulierungskonformste große Stablecoin und wird vollständig durch US-Dollar und kurzfristige US-Staatsanleihen gedeckt. Für Anleger, die Wert auf Transparenz und regulatorische Sicherheit legen, ist USDC die erste Wahl.

Mit der Einführung von MiCA in der EU hat Circle als einer der ersten Stablecoin-Emittenten die nötigen Lizenzen erhalten, was USDC für europäische Nutzer besonders zukunftssicher macht. Viele DeFi-Protokolle nutzen USDC als primären Stablecoin — Compound v3 akzeptiert sogar ausschließlich USDC als Basis-Asset.

Risiken: USDC ist zentralisiert — Circle kann Adressen auf eine Blacklist setzen und Token einfrieren. Im März 2023 verlor USDC kurzzeitig seine Dollar-Bindung und fiel auf ~0,87 $, als bekannt wurde, dass 3,3 Mrd. USD der Reserven bei der kollabierten Silicon Valley Bank (SVB) lagen. Der Peg wurde innerhalb weniger Tage wiederhergestellt, nachdem die US-Regierung die SVB-Einleger garantierte. Dieses Ereignis zeigte: Auch der „sicherste" Stablecoin ist nicht risikofrei.

Stärken: Höchste Transparenz, regulierungskonform, breite DeFi-Akzeptanz Schwächen: Zentralisiert, SVB-Depeg-Ereignis 2023, kann Adressen einfrieren

DAI

Marktkapitalisierung: ~5 Mrd. USD (Stand: Feb. 2026) Blockchain: Ethereum (primär), über Bridges auf Arbitrum, Optimism, Polygon u.v.m. Backing: Überbesichert durch Krypto-Assets (ETH, WBTC, stETH) und Real-World Assets (RWAs) Governance: MakerDAO / Sky (dezentrale Community-Governance)

DAI ist der führende dezentrale Stablecoin, herausgegeben durch das MakerDAO-Protokoll (inzwischen zu „Sky" umbenannt). Jeder DAI ist durch Sicherheiten gedeckt, die mindestens 150 % des Wertes betragen — bei volatilen Assets sogar mehr. Das Besondere: DAI wird nicht von einem Unternehmen kontrolliert, sondern von einer dezentralen Governance (DAO), in der Token-Holder über Parameter wie Zinssätze, akzeptierte Sicherheiten und Risikoparameter abstimmen.

Um DAI zu erstellen, hinterlegst du Sicherheiten (z. B. ETH) in einem „Vault" (Smart Contract) und prägst DAI dagegen. Wenn der Wert deiner Sicherheit unter die Mindestbesicherung fällt, wird dein Vault liquidiert — ähnlich wie bei einem Margin Call im traditionellen Finanzwesen. Für die meisten Nutzer ist es einfacher, DAI direkt auf einer Börse oder einem DEX zu kaufen.

DAI spielt eine zentrale Rolle in DeFi und ist auf Aave v3, Compound, Curve und vielen anderen Protokollen verfügbar. Die DAI Savings Rate (DSR) ermöglicht es dir, DAI direkt im Maker-Protokoll einzuzahlen und Zinsen zu verdienen — ohne Drittanbieter.

Risiken: Zunehmende Abhängigkeit von USDC und Real-World Assets (RWAs) als Sicherheiten verwässert die ursprüngliche Dezentralisierungsvision. Smart-Contract-Risiko bei einem der komplexesten DeFi-Protokolle. Die Umstrukturierung zu „Sky" und das Rebranding des Governance-Tokens von MKR zu SKY bringen zusätzliche Governance-Unsicherheiten. In extremen Marktcrashes besteht das Risiko von Unterbesicherung.

Stärken: Dezentral, transparent, langjähriger Track Record (seit 2017) Schwächen: Zunehmende Zentralisierung der Sicherheiten, komplexes System

EURC (Euro Coin)

Marktkapitalisierung: ~1 Mrd. USD (Stand: Feb. 2026) Blockchain: Ethereum, Solana, Avalanche, Stellar Backing: Vollständig gedeckt durch Euro-Reserven bei europäischen Banken Emittent: Circle (dieselbe Firma hinter USDC)

EURC ist der Euro-Stablecoin von Circle und für europäische Anleger besonders interessant: Du hast kein Wechselkursrisiko zum US-Dollar. Wenn du in Euro denkst, sparst und investierst, eliminiert EURC die zusätzliche Komplexität der EUR/USD-Schwankungen. Ein EURC ist immer ungefähr 1 Euro wert.

Mit der MiCA-Regulierung in der EU gewinnen Euro-Stablecoins zunehmend an Bedeutung. MiCA stellt strenge Anforderungen an Stablecoin-Emittenten, und Circle hat als einer der ersten die nötigen EU-Lizenzen erhalten. Langfristig könnte EURC für den europäischen DeFi-Markt eine ähnliche Rolle spielen wie USDC für den globalen Markt.

Risiken: Deutlich geringere Liquidität und Verbreitung als USD-Stablecoins. Weniger DeFi-Protokolle unterstützen EURC — die Renditemöglichkeiten sind daher eingeschränkter. Als Euro-denominierter Stablecoin profitierst du nicht von einem steigenden Dollar, verlierst aber auch nicht bei einem fallenden Dollar.

Stärken: Kein EUR/USD-Wechselkursrisiko, MiCA-konform, von Circle (vertrauenswürdig) Schwächen: Geringe Liquidität, wenig DeFi-Integration, eingeschränkte Renditemöglichkeiten

FRAX

Marktkapitalisierung: ~800 Mio. USD (Stand: Feb. 2026) Blockchain: Ethereum, Fraxtal (eigene L2), Arbitrum Backing: Hybrid — teilweise durch Sicherheiten gedeckt, teilweise algorithmisch stabilisiert Besonderheit: Eigene Layer-2-Chain (Fraxtal)

FRAX war der erste teilweise algorithmische Stablecoin und hat sein Modell nach dem Terra/Luna-Crash zu einer deutlich höheren Besicherung angepasst (inzwischen nahezu 100 % Collateral Ratio). Das Frax-Ökosystem umfasst neben dem Stablecoin auch frxETH (Liquid Staking), Fraxlend (Lending) und Fraxtal (Layer 2).

Sam Kazemian, der Gründer von Frax, verfolgt eine aggressive Expansionsstrategie: Frax soll ein komplettes DeFi-Ökosystem werden, nicht nur ein Stablecoin. Fraxtal als eigene Layer-2-Chain auf Ethereum bietet niedrige Gebühren und ist auf das Frax-Ökosystem optimiert.

Risiken: Komplexes Modell mit vielen beweglichen Teilen; geringere Marktkapitalisierung als USDT, USDC oder DAI; algorithmische Komponente bleibt trotz höherer Besicherung ein Risikofaktor; das Ökosystem wächst schnell, aber die langfristige Nachhaltigkeit muss sich noch beweisen.

Stärken: Innovatives Modell, wachsendes Ökosystem, eigene L2 Schwächen: Komplex, geringere Liquidität, algorithmischer Anteil


Zinsen auf Stablecoins verdienen

Einer der größten Vorteile von Stablecoins: Du kannst attraktive Renditen erzielen, ohne dem Kursrisiko von Bitcoin oder Ethereum ausgesetzt zu sein. Dein Kapital bleibt (in Dollar oder Euro) stabil, während du Zinsen verdienst — deutlich mehr als auf jedem Tagesgeldkonto in Europa.

Die aktuellen Zinsen auf Stablecoins liegen je nach Plattform und Risikoprofil zwischen 3 % und 12 % APY (Stand: Februar 2026). Zum Vergleich: Tagesgeldkonten in Deutschland bieten aktuell 1,5–3 % — Stablecoins können das Doppelte bis Vierfache liefern, allerdings bei höherem Risiko.

CeFi: Zinsen über zentralisierte Plattformen

Bei CeFi-Plattformen (Centralized Finance) hinterlegst du deine Stablecoins bei einem Anbieter, der sie verleiht und dir Zinsen zahlt. Das funktioniert ähnlich wie ein Tagesgeldkonto — du überweist Stablecoins an die Plattform, und sie zahlt dir regelmäßig Zinsen aus. Die Plattform verleiht deine Stablecoins an Kreditnehmer (Trader, institutionelle Investoren) und zahlt dir einen Teil der Zinsen als Rendite.

PlattformStablecoinsAPYAuszahlungKYCBesonderheit
Binance EarnUSDT, USDC, DAI3–6 %Flexibel oder FestJaGrößte Börse, verschiedene Produkte
BitpandaUSDT, USDC3–5 %WöchentlichJaDACH-Fokus, einfache Bedienung
NexoUSDT, USDC, DAI4–8 %TäglichJaHöhere Rates mit NEXO-Token
Crypto.comUSDT, USDC3–6 %WöchentlichJaFlexible und feste Laufzeiten

Wie du startest: Erstelle ein Konto auf einer regulierten Plattform wie Bitpanda oder Binance, verifiziere dich (KYC), kaufe USDC oder USDT per SEPA-Überweisung und aktiviere das Earn/Lending-Produkt. Innerhalb weniger Minuten verdienst du Zinsen.

Vorteile CeFi: Einfache Bedienung — wie Online-Banking; kein technisches Wissen nötig; teilweise in der EU reguliert; Kundensupport bei Problemen; Ein- und Auszahlung in Euro möglich

Nachteile CeFi: Gegenparteirisiko — die Insolvenz von Celsius (Juni 2022), BlockFi (November 2022) und FTX (November 2022) hat gezeigt, dass CeFi-Plattformen scheitern können und Nutzer ihr Geld verlieren; KYC erforderlich; du gibst die Kontrolle über deine Coins ab; niedrigere Renditen als DeFi

⚠️ Lektion aus 2022: Celsius, BlockFi und FTX verwalteten zusammen über 30 Milliarden USD an Kundeneinlagen — und alle drei gingen bankrott. Nutzer verloren teilweise ihr gesamtes Guthaben. Prüfe immer die Regulierung, Transparenz und finanzielle Gesundheit einer Plattform, bevor du Geld einzahlst.

Einen Vergleich aller CeFi-Plattformen findest du in unserer Plattformen-Übersicht.

DeFi: Zinsen über dezentrale Protokolle

Bei DeFi (Decentralized Finance) verleihst du deine Stablecoins direkt über Smart Contracts — ohne Mittelsmann. Deine Coins bleiben in einem transparenten Smart Contract auf der Blockchain, und du behältst die Kontrolle über deine Wallet. Niemand kann dein Guthaben einfrieren oder die Plattform abschalten.

Die Renditen in DeFi sind oft höher als bei CeFi, weil es keinen Mittelsmann gibt, der einen Anteil einbehält. Allerdings erfordert die Nutzung mehr technisches Verständnis und birgt Smart-Contract-Risiken.

ProtokollStablecoinsAPYBlockchainTVLRisiko
Aave v3USDT, USDC, DAI3–8 %Ethereum, Arbitrum, Polygon, Optimism~15 Mrd. USDMittel
Compound v3USDC3–6 %Ethereum, Base, Arbitrum~3 Mrd. USDMittel
Curve FinanceUSDT, USDC, DAI, FRAX2–10 %Ethereum, Arbitrum~5 Mrd. USDMittel-Hoch
MorphoUSDC, DAI4–9 %Ethereum, Base~2 Mrd. USDMittel
Spark (MakerDAO DSR)DAI5–8 %Ethereum~3 Mrd. USDMittel

Vorteile DeFi: Höhere Renditen als CeFi; volle Kontrolle über deine Coins (non-custodial); transparent — alle Transaktionen, Reserven und Zinsen sind on-chain einsehbar; kein KYC; 24/7 verfügbar; keine Lock-up-Perioden bei den meisten Protokollen; keine Insolvenz möglich (Code kann nicht bankrottgehen)

Nachteile DeFi: Smart-Contract-Risiko (Bugs, Hacks); technisch anspruchsvoller — du brauchst eine Wallet, musst Gas Fees verstehen; Gas-Gebühren auf Ethereum-Mainnet können hoch sein (nutze Layer 2!); keine Einlagensicherung; kein Kundensupport bei Fehlern; Phishing-Risiko bei falschen Websites

Wenn du DeFi grundlegend verstehen willst, lies unseren DeFi-Lernen Guide. Für fortgeschrittene Strategien empfehlen wir den DeFi-Meistern Guide.


Stablecoin-Lending erklärt

Lending (Verleihen) ist die beliebteste Methode, um mit Stablecoins Rendite zu erzielen. Das Prinzip ist einfach und wird sowohl in CeFi als auch DeFi angeboten: Du stellst deine Stablecoins einem Pool zur Verfügung, Kreditnehmer leihen sie sich und zahlen Zinsen dafür. Einen Teil dieser Zinsen erhältst du als Rendite.

Wie funktioniert Lending bei Aave?

Aave v3 ist das größte dezentrale Lending-Protokoll mit über 15 Milliarden USD an hinterlegten Assets. So funktioniert es Schritt für Schritt:

  1. Wallet verbinden: Du verbindest deine Wallet (z. B. MetaMask) mit der Aave-Website (app.aave.com). Stelle sicher, dass du die richtige URL besuchst — Phishing-Seiten sind ein häufiger Betrugsversuch.

  2. Netzwerk wählen: Aave ist auf mehreren Blockchains verfügbar. Für niedrige Gas Fees empfehlen wir Arbitrum oder Polygon. Für maximale Sicherheit und Liquidität: Ethereum Mainnet.

  3. Stablecoin einzahlen: Wähle den Stablecoin, den du einzahlen möchtest (z. B. USDC), klicke auf „Supply" und bestätige die Transaktion in deiner Wallet. Du musst eventuell zuerst eine „Approval"-Transaktion bestätigen, die Aave erlaubt, deine Token zu nutzen.

  4. aToken erhalten: Sofort nach der Einzahlung erhältst du aUSDC — einen Token, der deine Einlage plus akkumulierte Zinsen repräsentiert. Der aUSDC-Betrag in deiner Wallet wächst automatisch mit den Zinsen — du musst nichts weiter tun.

  5. Jederzeit abheben: Es gibt keine Lock-up-Periode. Du kannst jederzeit „Withdraw" klicken und deine USDC plus verdiente Zinsen abheben. Voraussetzung: Es muss genügend Liquidität im Pool verfügbar sein (bei großen Protokollen wie Aave in der Regel kein Problem).

Die Zinsen bei Aave werden algorithmisch bestimmt: Je mehr Nachfrage nach Krediten (Borrowing), desto höher die Zinsen für Einleger (Suppliers). Umgekehrt sinken die Zinsen, wenn weniger Kredite nachgefragt werden. Die Rates ändern sich in Echtzeit und sind auf der Aave-Website transparent einsehbar.

Wie funktioniert Lending bei Compound?

Compound v3 funktioniert ähnlich wie Aave, hat aber ein vereinfachtes Design: Jeder Markt hat einen einzigen Basis-Asset (z. B. USDC) und mehrere akzeptierte Sicherheiten (ETH, WBTC, etc.). Du kannst USDC einzahlen und verdienst automatisch Zinsen — ohne aTokens, die Zinsen akkumulieren direkt auf dein Guthaben im Protokoll.

Compound war das Protokoll, das 2020 den „DeFi Summer" auslöste, als es den COMP-Token als zusätzliche Belohnung für Nutzer einführte. Inzwischen liegt der Fokus auf nachhaltigen Lending-Zinsen aus echten Kreditnachfragen.

CeFi vs. DeFi Lending — Detailvergleich

KriteriumCeFi LendingDeFi Lending
KontrollePlattform verwahrt deine CoinsDu behältst volle Kontrolle via Wallet
RisikoGegenparteirisiko (Insolvenz)Smart-Contract-Risiko (Bugs, Hacks)
Rendite3–8 % APY3–12 % APY
ZugangKYC + AccountWallet + Internetverbindung
TransparenzBegrenzt (vertraue der Firma)Vollständig transparent (on-chain)
VersicherungTeilweise regulatorischDeFi-Versicherungen verfügbar (Nexus Mutual)
MindestbetragVariiert (oft 10–100 $)Kein Mindestbetrag (außer Gas Fees)
AuszahlungTäglich/WöchentlichJederzeit (sofort on-chain)
EinlagensicherungKeine (Krypto ist nicht bankversichert)Keine

Unsere Empfehlung: Einsteiger starten mit CeFi auf einer regulierten Plattform wie Bitpanda oder Binance. Wenn du dich mit Wallets und Blockchain-Transaktionen auskennst, bietet DeFi mehr Kontrolle und oft bessere Renditen.

Mehr Details zum Thema findest du in unserem ausführlichen Krypto-Lending Guide.


Stablecoin-Risiken

Auch wenn Stablecoins „stabil" heißen, sind sie nicht risikofrei. Jedes Investment in Stablecoins birgt Risiken, die du kennen und verstehen solltest, bevor du Geld anlegst.

1. Depeg-Risiko

Ein Depeg tritt auf, wenn ein Stablecoin seinen Zielkurs verliert — also nicht mehr 1 USD wert ist. Das kann temporär sein (Stunden bis Tage) oder permanent (Totalverlust).

Historische Beispiele:

  • Terra/UST (Mai 2022): Der bekannteste und verheerendste Depeg. UST, ein algorithmischer Stablecoin mit 18 Mrd. USD Marktkapitalisierung, kollabierte innerhalb weniger Tage auf nahezu 0 $. Über 40 Milliarden USD an kombiniertem Wert (UST + LUNA) wurden vernichtet.
  • USDC (März 2023): USDC fiel kurzzeitig auf ~0,87 $, als bekannt wurde, dass 3,3 Mrd. USD der Reserven bei der kollabierten Silicon Valley Bank festsaßen. Der Peg wurde wiederhergestellt, nachdem die US-Regierung die Einleger garantierte.
  • USDT (wiederholt): USDT hat historisch kleinere Depeg-Episoden erlebt (0,95–0,98 $), sich aber immer wieder erholt.

Wie du dich schützt: Diversifiziere über mehrere Stablecoins (USDC + USDT + DAI); bevorzuge voll besicherte Stablecoins; vermeide rein algorithmische Modelle; beobachte den Peg — Abweichungen >0,5 % sind ein Warnsignal.

2. Regulierungsrisiko

Die EU hat mit MiCA (Markets in Crypto-Assets) einen regulatorischen Rahmen für Stablecoins geschaffen, der seit 2024 vollständig in Kraft ist. In den USA sind Stablecoin-Gesetze in der Diskussion. Regulierung kann sowohl positiv (mehr Vertrauen, besserer Verbraucherschutz, stabile Reserven) als auch negativ (Einschränkungen, Verbote bestimmter Modelle, Delistings) wirken.

Konkret: MiCA verlangt von Stablecoin-Emittenten eine EU-Lizenz, angemessene Reserven und regelmäßige Berichterstattung. Stablecoins, die diese Anforderungen nicht erfüllen, könnten in der EU delistet werden. Für regulierungskonforme Stablecoins wie USDC und EURC ist MiCA ein Wettbewerbsvorteil.

3. Smart-Contract-Risiko

Wenn du Stablecoins in DeFi-Protokollen nutzt, bist du dem Risiko von Bugs oder Exploits in Smart Contracts ausgesetzt. Selbst vielfach geprüfte Protokolle wie Aave können theoretisch Schwachstellen haben. Das Risiko steigt exponentiell, wenn du neuere, weniger getestete Protokolle nutzt.

Schutzmaßnahmen: Nutze nur Protokolle mit mehrfachen Audits; diversifiziere über mehrere Protokolle; erwäge DeFi-Versicherungen (Nexus Mutual) für größere Positionen. Lies mehr dazu in unserem Krypto-Sicherheit Guide.

4. Gegenparteirisiko

Bei Fiat-gedeckten Stablecoins vertraust du darauf, dass der Emittent (Tether, Circle) die versprochenen Reserven tatsächlich hält und bei Bedarf einlöst. Bei CeFi-Lending vertraust du darauf, dass die Plattform solvent bleibt und deine Einlagen nicht veruntreut. Die Insolvenzen von Celsius, BlockFi, Voyager und FTX in 2022 haben gezeigt, dass dieses Vertrauen nicht immer gerechtfertigt ist.

Schutzmaßnahmen: Prüfe die Regulierung und Transparenz der Plattform; nutze DeFi statt CeFi für mehr Kontrolle; halte nicht alle Stablecoins auf einer Plattform; bevorzuge Emittenten mit regelmäßigen Attestierungsberichten.

5. Konzentrationsrisiko

USDT allein hat einen Marktanteil von über 60 % aller Stablecoins. Wenn Tether ein ernsthaftes Problem hätte — z. B. regulatorische Maßnahmen, unzureichende Reserven oder ein Bank Run — wäre das gesamte Krypto-Ökosystem massiv betroffen. Dieses systemische Risiko ist real und sollte bei der Portfolio-Allokation berücksichtigt werden.

Schutzmaßnahmen: Diversifiziere über USDC, USDT und DAI; erwäge Euro-Stablecoins (EURC) für einen Teil deines Portfolios; halte einen Teil deines Krypto-Vermögens in Non-Stablecoin-Assets wie ETH.


Stablecoins und Steuern in Deutschland

Die steuerliche Behandlung von Stablecoin-Erträgen in Deutschland ist ein wichtiges Thema, das viele Anleger unterschätzen. Unwissenheit schützt nicht vor dem Finanzamt.

Zinserträge aus Stablecoin-Lending

Zinsen, die du durch das Verleihen von Stablecoins verdienst (ob CeFi oder DeFi), gelten als sonstige Einkünfte gemäß § 22 Nr. 3 EStG. Sie werden mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert (bis zu 45 % + Solidaritätszuschlag + ggf. Kirchensteuer).

Freigrenze: 256 € pro Jahr für sonstige Einkünfte. Liegen deine gesamten sonstigen Einkünfte (aus allen Quellen, nicht nur Krypto) unter 256 €, sind sie steuerfrei. Überschreitest du die Grenze auch nur um 1 €, wird der gesamte Betrag steuerpflichtig — das unterscheidet eine Freigrenze von einem Freibetrag.

Wichtig: Die Freigrenze von 256 € gilt für alle sonstigen Einkünfte zusammen — nicht nur für Krypto-Erträge. Wenn du z. B. auch Staking-Rewards oder Airdrops erhältst, werden diese addiert.

Kauf und Verkauf von Stablecoins

Auch der Tausch von Euro in Stablecoins und zurück ist steuerlich relevant. Es gilt die 1-Jahres-Haltefrist: Hältst du deine Stablecoins länger als ein Jahr, sind Gewinne aus dem Verkauf steuerfrei (§ 23 EStG).

In der Praxis entstehen bei Dollar-Stablecoins selten hohe Kursgewinne in USD, da sie an den Dollar gekoppelt sind. Allerdings können Wechselkursschwankungen EUR/USD zu steuerpflichtigen Gewinnen führen: Wenn du USDC bei einem EUR/USD-Kurs von 1,10 kaufst und bei 1,05 verkaufst, hast du in Euro einen Gewinn gemacht — der ist steuerpflichtig, wenn du unter der 1-Jahres-Haltefrist verkaufst.

Stablecoin-zu-Stablecoin-Tausch

Auch der Tausch von z. B. USDT zu USDC gilt steuerlich als Veräußerung und Neuanschaffung. Wenn dabei ein Gewinn entsteht (z. B. durch Wechselkursdifferenzen), ist dieser innerhalb der 1-Jahres-Frist steuerpflichtig.

Dokumentation ist Pflicht

Führe eine lückenlose Dokumentation aller Stablecoin-Transaktionen. Das Finanzamt kann diese anfordern, und ohne Nachweise wird geschätzt — meist zu deinem Nachteil. Ein Krypto-Steuer-Tool (CoinTracking, Blockpit, Accointing) hilft, den Überblick zu behalten.

Ausführliche Informationen findest du in unserem Krypto-Steuern Guide.


Stablecoin-Strategie für Einsteiger

Du willst mit Stablecoins Rendite erzielen, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Hier ist ein bewährter Step-by-Step-Plan, der dich in 5 Schritten von null zu deinen ersten Stablecoin-Zinsen bringt.

Schritt 1: Stablecoins kaufen

Kaufe USDC oder USDT auf einer regulierten Börse wie Bitpanda oder Binance. Für Einsteiger empfehlen wir USDC wegen der höheren Transparenz und MiCA-Konformität. Nutze eine SEPA-Überweisung für die niedrigsten Gebühren.

Wie viel? Starte mit einem Betrag, dessen Verlust du verkraften kannst. 100–500 € sind ein guter Einstieg, um das System kennenzulernen. Investiere niemals Geld, das du für Miete, Essen oder Notfälle brauchst.

Schritt 2: CeFi oder DeFi wählen

Für absolute Einsteiger: Starte mit CeFi (z. B. Binance Earn oder Bitpanda). Die Bedienung ist einfach wie Online-Banking, du brauchst keine eigene Wallet und keine Blockchain-Kenntnisse. Die Renditen liegen bei 3–6 % APY — immer noch deutlich mehr als dein Sparkonto.

Für Fortgeschrittene oder Technikaffine: Nutze DeFi-Protokolle wie Aave v3 für höhere Renditen (4–10 % APY) und volle Kontrolle. Dafür brauchst du eine eigene Wallet wie MetaMask und Grundkenntnisse in DeFi. Unser DeFi-Lernen Guide bringt dich auf den neuesten Stand.

Schritt 3: Wallet einrichten (für DeFi)

Wenn du den DeFi-Weg wählst: Installiere MetaMask als Browser-Extension oder mobile App. Sichere deine Seed Phrase sorgfältig auf Papier oder Metall — sie ist dein einziger Backup-Zugang zu deinen Stablecoins. Niemals digital speichern, niemals teilen, niemals in eine Website eingeben.

Sende dann deine Stablecoins von der Börse an deine MetaMask-Wallet. Achte darauf, das richtige Netzwerk auszuwählen (z. B. Ethereum Mainnet oder Arbitrum für niedrigere Gebühren).

Schritt 4: Stablecoins einzahlen und Zinsen verdienen

Verbinde deine Wallet mit dem gewählten Protokoll (z. B. app.aave.com), zahle deine Stablecoins ein und verdiene ab der ersten Sekunde Zinsen. Bei Aave und Compound gibt es keine Mindestbeträge und keine Lock-up-Perioden — du kannst jederzeit ein- und auszahlen.

Pro-Tipp: Starte auf Arbitrum oder Polygon statt Ethereum Mainnet. Die DeFi-Protokolle sind dieselben (Aave v3 ist auf allen verfügbar), aber die Gas Fees sind 10–100x niedriger. Für einen Ersteinsteiger, der mit ein paar hundert Euro anfängt, sind die Mainnet-Gas-Fees unverhältnismäßig hoch.

Schritt 5: Risiken managen

  • Investiere nur Geld, dessen Verlust du verkraften kannst — das ist die goldene Regel
  • Diversifiziere über mehrere Stablecoins (z. B. 50 % USDC, 30 % USDT, 20 % DAI) und Protokolle
  • Informiere dich über die Risiken von Krypto-Investments und Krypto-Betrug
  • Nutze bewährte Protokolle mit langjährigem Track Record — Aave, Compound, Lido
  • Prüfe regelmäßig deine Positionen und die Marktlage
  • Dokumentiere alle Transaktionen für die Steuererklärung

Detaillierte Rendite-Strategien findest du in unserem Stablecoin-Rendite Guide und im Krypto-Strategien Guide.


Häufige Fragen (FAQ)

Was sind Stablecoins einfach erklärt?

Stablecoins sind Kryptowährungen, die an einen stabilen Wert gekoppelt sind — meistens den US-Dollar. Ein USDC oder USDT ist immer ungefähr 1 Dollar wert. Sie kombinieren die Vorteile von Krypto (schnelle globale Überweisungen, DeFi-Zugang, programmierbare Finanzen) mit der Preisstabilität von traditionellen Währungen. Stablecoins sind das Fundament des DeFi-Ökosystems.

Welcher Stablecoin ist der sicherste?

USDC gilt als der transparenteste und regulierungskonformste Stablecoin dank monatlicher Deloitte-Attestierungsberichte und MiCA-Lizenz. USDT hat die höchste Marktkapitalisierung und Liquidität, steht aber wegen geringerer Transparenz in der Kritik. DAI ist der sicherste dezentrale Stablecoin mit dem längsten Track Record. Kein Stablecoin ist zu 100 % risikofrei — Diversifikation ist der beste Schutz.

Wie viel Zinsen kann ich mit Stablecoins verdienen?

Die aktuellen Renditen liegen zwischen 3 % und 12 % APY (Stand: Februar 2026), je nach Plattform und Risikoprofil. CeFi-Plattformen bieten typischerweise 3–6 %, bewährte DeFi-Protokolle wie Aave 3–8 %, und risikoreiche Strategien (Yield Farming auf neuen Protokollen) können bis zu 12 % erreichen. Höhere Renditen bedeuten immer höheres Risiko — sei skeptisch bei allem über 15 %.

Sind Stablecoins sicher?

Stablecoins sind deutlich stabiler als volatile Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum, aber nicht risikofrei. Risiken umfassen Depeg (Verlust der Dollar-Bindung), Smart-Contract-Bugs bei DeFi-Nutzung, Gegenparteirisiko bei CeFi-Plattformen und regulatorische Änderungen. Der Terra/Luna-Crash 2022 hat gezeigt, dass selbst Stablecoins mit Milliarden-Marktkapitalisierung komplett scheitern können. Diversifikation und Risiko-Bewusstsein sind essentiell.

Was passiert bei einem Depeg?

Bei einem Depeg verliert der Stablecoin seine Dollar-Bindung. Je nach Schwere kann der Kurs kurzfristig auf 0,95 $ fallen (wie USDC im März 2023 — Erholung nach Tagen) oder komplett kollabieren (wie UST im Mai 2022 — permanenter Totalverlust). Fiat-gedeckte Stablecoins mit echten Reserven erholen sich in der Regel, rein algorithmische Stablecoins können in einer Todesspirale enden.

Muss ich Steuern auf Stablecoin-Zinsen zahlen?

Ja. In Deutschland sind Zinserträge aus Stablecoin-Lending als sonstige Einkünfte steuerpflichtig (§ 22 Nr. 3 EStG). Es gilt eine Freigrenze von 256 € pro Jahr für alle sonstigen Einkünfte zusammen. Darüber hinaus wird mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert (bis 45 % + Soli). Dokumentiere alle Transaktionen sorgfältig. Details in unserem Steuern-Guide.

Kann ich mit Euro-Stablecoins das Wechselkursrisiko vermeiden?

Ja — Euro-Stablecoins wie EURC eliminieren das EUR/USD-Wechselkursrisiko komplett. Du kaufst in Euro, hältst in Euro und verkaufst in Euro. Allerdings ist die Liquidität und DeFi-Integration von Euro-Stablecoins noch deutlich geringer als bei Dollar-Stablecoins. Die Renditemöglichkeiten sind deshalb aktuell eingeschränkter, aber die MiCA-Regulierung dürfte Euro-Stablecoins langfristig stärken.

Soll ich USDT oder USDC verwenden?

Für maximale Liquidität, Handelsvolumen und niedrige Gebühren (besonders auf Tron): USDT. Für maximale Transparenz, regulatorische Sicherheit und MiCA-Konformität: USDC. Ideal ist eine Diversifikation über beide — vermeide es, dein gesamtes Stablecoin-Kapital in einem einzigen Token zu halten. Für DeFi-Nutzung ist USDC oft die bessere Wahl, da mehr Protokolle USDC als primären Stablecoin nutzen.


Letzte Aktualisierung: Februar 2026. Alle Angaben zu APY, Marktkapitalisierungen und Renditen sind Richtwerte und können sich jederzeit ändern. Krypto-Zinsen.com bietet keine Finanzberatung — alle Angaben dienen ausschließlich der Information. Informiere dich auch über die Grundlagen von Krypto und Sicherheit, bevor du investierst.

Häufige Fragen (FAQ)

Was sind Stablecoins einfach erklärt?
Stablecoins sind Kryptowährungen, die an einen stabilen Wert gekoppelt sind — meistens den US-Dollar. Ein USDC oder USDT ist immer ungefähr 1 Dollar wert. Sie kombinieren die Vorteile von Krypto (schnelle globale Überweisungen, DeFi-Zugang, programmierbare Finanzen) mit der Preisstabilität von traditionellen Währungen. Stablecoins sind das Fundament des DeFi-Ökosystems.
Welcher Stablecoin ist der sicherste?
USDC gilt als der transparenteste und regulierungskonformste Stablecoin dank monatlicher Deloitte-Attestierungsberichte und MiCA-Lizenz. USDT hat die höchste Marktkapitalisierung und Liquidität, steht aber wegen geringerer Transparenz in der Kritik. DAI ist der sicherste dezentrale Stablecoin mit dem längsten Track Record. Kein Stablecoin ist zu 100 % risikofrei — Diversifikation ist der beste Schutz.
Wie viel Zinsen kann ich mit Stablecoins verdienen?
Die aktuellen Renditen liegen zwischen 3 % und 12 % APY (Stand: Februar 2026), je nach Plattform und Risikoprofil. CeFi-Plattformen bieten typischerweise 3–6 %, bewährte DeFi-Protokolle wie Aave 3–8 %, und risikoreiche Strategien (Yield Farming auf neuen Protokollen) können bis zu 12 % erreichen. Höhere Renditen bedeuten immer höheres Risiko — sei skeptisch bei allem über 15 %.
Sind Stablecoins sicher?
Stablecoins sind deutlich stabiler als volatile Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum, aber nicht risikofrei. Risiken umfassen Depeg (Verlust der Dollar-Bindung), Smart-Contract-Bugs bei DeFi-Nutzung, Gegenparteirisiko bei CeFi-Plattformen und regulatorische Änderungen. Der Terra/Luna-Crash 2022 hat gezeigt, dass selbst Stablecoins mit Milliarden-Marktkapitalisierung komplett scheitern können. Diversifikation und Risiko-Bewusstsein sind essentiell.
Was passiert bei einem Depeg?
Bei einem Depeg verliert der Stablecoin seine Dollar-Bindung. Je nach Schwere kann der Kurs kurzfristig auf 0,95 $ fallen (wie USDC im März 2023 — Erholung nach Tagen) oder komplett kollabieren (wie UST im Mai 2022 — permanenter Totalverlust). Fiat-gedeckte Stablecoins mit echten Reserven erholen sich in der Regel, rein algorithmische Stablecoins können in einer Todesspirale enden.
Muss ich Steuern auf Stablecoin-Zinsen zahlen?
Ja. In Deutschland sind Zinserträge aus Stablecoin-Lending als sonstige Einkünfte steuerpflichtig (§ 22 Nr. 3 EStG). Es gilt eine Freigrenze von 256 € pro Jahr für alle sonstigen Einkünfte zusammen. Darüber hinaus wird mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert (bis 45 % + Soli). Dokumentiere alle Transaktionen sorgfältig. Details in unserem [Steuern-Guide](/steuern).
Kann ich mit Euro-Stablecoins das Wechselkursrisiko vermeiden?
Ja — Euro-Stablecoins wie EURC eliminieren das EUR/USD-Wechselkursrisiko komplett. Du kaufst in Euro, hältst in Euro und verkaufst in Euro. Allerdings ist die Liquidität und DeFi-Integration von Euro-Stablecoins noch deutlich geringer als bei Dollar-Stablecoins. Die Renditemöglichkeiten sind deshalb aktuell eingeschränkter, aber die MiCA-Regulierung dürfte Euro-Stablecoins langfristig stärken.
Soll ich USDT oder USDC verwenden?
Für maximale Liquidität, Handelsvolumen und niedrige Gebühren (besonders auf Tron): USDT. Für maximale Transparenz, regulatorische Sicherheit und MiCA-Konformität: USDC. Ideal ist eine Diversifikation über beide — vermeide es, dein gesamtes Stablecoin-Kapital in einem einzigen Token zu halten. Für DeFi-Nutzung ist USDC oft die bessere Wahl, da mehr Protokolle USDC als primären Stablecoin nutzen.

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Letzte Aktualisierung: Februar 2026. Krypto-Zinsen.com bietet keine Finanzberatung.