Kraken Erfahrungen & Test 2026
Unsere Bewertung
Vorteile
- ✓ BaFin-reguliert & sicher
- ✓ Gute Staking-Auswahl
- ✓ Niedrige Gebühren
- ✓ Einfache Bedienung
Nachteile
- ✗ Kein DeFi-Zugang
- ✗ Eingeschränktes Earn-Programm
- ✗ Support manchmal langsam
Kraken Staking Erfahrungen 2026: Der ultimative Test der US-Traditionsbörse
Kraken wurde 2011 gegründet und verwaltet über 10 Milliarden US-Dollar an Kundengeldern. Damit zählt die Börse zu den ältesten und renommiertesten Krypto-Plattformen weltweit. Doch wie gut ist das Staking-Angebot wirklich, wenn man es im Detail unter die Lupe nimmt? In diesem umfassenden Test analysieren wir Renditen, Gebühren, Sicherheitsarchitektur und Benutzerfreundlichkeit – und teilen unsere ehrlichen Erfahrungen nach über 12 Monaten aktivem Staking auf Kraken.
Quick-Facts: Kraken auf einen Blick
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Gegründet | 2011 in San Francisco, USA |
| Gründer | Jesse Powell |
| Sitz | San Francisco, CA (mit Büros weltweit) |
| Regulierung | BaFin (Deutschland), FCA (UK), FINTRAC (Kanada), MiCA-konform (EU) |
| Nutzerzahl | Über 10 Millionen weltweit |
| Staking-Coins | 20+ (ETH, SOL, DOT, ADA, ATOM, XTZ, KSM, MINA u.v.m.) |
| APY-Range | 1–20 % (je nach Coin) |
| Staking-Gebühr | ~15 % der Rewards |
| Mindestbetrag | Keiner bei den meisten Coins |
| Auszahlungsfrequenz | 2× wöchentlich bis alle 5 Tage |
Unsere Bewertung im Überblick
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Staking-Angebot | ⭐⭐⭐⭐ (4/5) |
| Gebühren | ⭐⭐⭐⭐ (4/5) |
| Sicherheit | ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5) |
| Benutzerfreundlichkeit | ⭐⭐⭐⭐ (4/5) |
| Kundensupport | ⭐⭐⭐⭐ (4/5) |
| Gesamt | ⭐⭐⭐⭐ (4,2/5) |
Was ist Kraken?
Kraken wurde im Juli 2011 von Jesse Powell in San Francisco gegründet – zu einer Zeit, als Bitcoin noch unter 15 US-Dollar notierte und kaum jemand das Wort „Kryptowährung" kannte. Powell hatte zuvor den Zusammenbruch der damals größten Bitcoin-Börse Mt. Gox miterlebt und wollte eine Plattform schaffen, die Sicherheit und Vertrauen in den Vordergrund stellt. Dieses Gründungsmotiv prägt Kraken bis heute.
Die Börse startete den Live-Handel im September 2013 und war eine der ersten Plattformen, die Euro-Handelspaare anboten – ein entscheidender Vorteil für europäische Nutzer, der bis heute Bestand hat. 2014 wurde Kraken zum offiziellen Partner der Tokioter Insolvenzabwicklung von Mt. Gox ernannt, was das Vertrauen der Community nachhaltig stärkte.
Über die Jahre hat Kraken zahlreiche Meilensteine erreicht: 2016 die Einführung von Margin-Trading, 2019 den Launch von Futures-Produkten und 2020 die Gründung der ersten US-amerikanischen Krypto-Bank (Kraken Financial). 2022 übernahm Kraken eine Vorreiterrolle bei Proof of Reserves – als Antwort auf den FTX-Skandal veröffentlichte die Börse kryptografisch überprüfbare Nachweise über die vollständige Deckung der Kundeneinlagen.
Regulatorisch ist Kraken breit aufgestellt: In Deutschland hält Kraken eine BaFin-Registrierung als Kryptoverwahrer, in Großbritannien eine FCA-Lizenz und in Kanada eine FINTRAC-Registrierung. Mit der Einführung der EU-MiCA-Verordnung 2024 hat Kraken seine europäische Compliance weiter ausgebaut. In den USA führte ein SEC-Settlement 2023 dazu, dass Kraken sein „Staking-as-a-Service"-Programm für US-Kunden einstellte – für europäische und DACH-Nutzer ist das Staking-Angebot davon jedoch nicht betroffen.
Im Markt positioniert sich Kraken als die „sichere Alternative" – nicht die billigste, nicht die mit dem größten Handelsvolumen, aber die mit dem stärksten Track Record in Sachen Sicherheit. Mit über 10 Millionen Nutzern weltweit und einem täglichen Handelsvolumen im Milliardenbereich gehört Kraken stabil zu den Top-5-Börsen global.
Staking-Angebot im Detail
Kraken bietet seit 2019 Staking-Produkte an und hat sein Angebot kontinuierlich ausgebaut. Aktuell unterstützt die Plattform über 20 Proof-of-Stake-Coins für On-Chain-Staking. Nach dem SEC-Settlement 2023 hat Kraken sein Staking-Modell für internationale Nutzer unter dem Namen „Kraken Staking" neu aufgesetzt – mit klarer Trennung zwischen On-Chain-Staking (echtes Netzwerk-Staking) und dem früheren „Kraken Pro Staking"-Modell.
Verfügbare Staking-Coins und aktuelle APY
| Coin | Netto-APY | Rewards-Frequenz | Mindestbetrag | Lock-up / Unbonding |
|---|---|---|---|---|
| Ethereum (ETH) | 3,0–4,0 % | 2× wöchentlich | 0,0001 ETH | Variabel (Tage bis Wochen) |
| Solana (SOL) | 5,5–7,0 % | Alle 3 Tage | 0,01 SOL | ~2–3 Tage |
| Cardano (ADA) | 3,0–4,5 % | Alle 5 Tage | 1 ADA | Keine Lock-up |
| Polkadot (DOT) | 10,0–13,0 % | 2× wöchentlich | 0,01 DOT | 28 Tage Unbonding |
| Cosmos (ATOM) | 14,0–17,0 % | 2× wöchentlich | 0,01 ATOM | 21 Tage Unbonding |
| Tezos (XTZ) | 4,5–6,0 % | Alle 3 Tage | 0,01 XTZ | Keine Lock-up |
| Kusama (KSM) | 13,0–16,0 % | 2× wöchentlich | 0,01 KSM | 7 Tage Unbonding |
| Mina (MINA) | 10,0–14,0 % | Wöchentlich | 1 MINA | Keine Lock-up |
| Flow (FLOW) | 6,0–9,0 % | 2× wöchentlich | 0,01 FLOW | 7–14 Tage |
| Polygon (MATIC) | 3,5–5,0 % | 2× wöchentlich | 1 MATIC | ~2 Tage |
| Kava (KAVA) | 5,0–8,0 % | 2× wöchentlich | 0,01 KAVA | 21 Tage Unbonding |
| Algorand (ALGO) | 1,5–3,0 % | 2× wöchentlich | 0,01 ALGO | Keine Lock-up |
Wichtig: Alle angegebenen APY-Werte sind Netto-Renditen nach Abzug der Kraken-Gebühr. Die tatsächlichen Renditen schwanken je nach Netzwerkauslastung, Validatorleistung und Gesamtstake im jeweiligen Netzwerk.
Flexible vs. Fixed Staking
Kraken unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Modellen:
On-Chain-Staking (Standard): Deine Coins werden tatsächlich im jeweiligen Blockchain-Netzwerk gestaked. Du erhältst die echten Netzwerk-Rewards abzüglich der Kraken-Gebühr. Unbonding-Zeiten entsprechen den nativen Netzwerkregeln. Dieses Modell ist transparent und nachvollziehbar.
Flexible Staking (Opt-in bei ausgewählten Coins): Bei einigen Coins wie ADA, XTZ oder ALGO bietet Kraken die Möglichkeit, ohne Lock-up zu staken. Du kannst jederzeit sofort über deine Coins verfügen. Die APY ist in der Regel minimal niedriger als beim klassischen On-Chain-Staking.
Kraken bietet im Gegensatz zu Binance kein „Fixed-Term-Staking" mit erhöhten Renditen für festgelegte Laufzeiten an. Das Modell ist schlichter, aber auch ehrlicher: Du bekommst das, was das Netzwerk hergibt, abzüglich der Plattformgebühr.
Rewards-Auszahlung und Compounding
Die Staking-Rewards werden je nach Coin in unterschiedlichen Intervallen gutgeschrieben – typischerweise 2× wöchentlich. Die Rewards landen automatisch auf deinem Kraken-Konto und können sofort gehandelt, abgehoben oder erneut gestaked werden. Ein automatisches Compounding (Auto-Restake der Rewards) bietet Kraken allerdings nicht an. Du musst die Rewards manuell dem Staking-Pool zuführen, was ein kleiner Nachteil gegenüber Anbietern wie Lido ist, wo Compounding automatisch über den stETH-Mechanismus funktioniert.
Gebühren-Analyse
Staking-Gebühren
Kraken erhebt eine pauschale Staking-Gebühr von ca. 15 % der Brutto-Staking-Rewards. Das bedeutet konkret: Wenn ein Netzwerk wie Polkadot eine Brutto-APY von 14,5 % ausschüttet, behält Kraken davon 15 % (also ca. 2,2 Prozentpunkte), und du erhältst eine Netto-APY von rund 12,3 %.
Die angezeigte APY auf der Kraken-Plattform ist immer die Netto-Rendite – also das, was tatsächlich bei dir ankommt. Das ist ein Pluspunkt für Transparenz: Du musst nicht selbst rechnen oder versteckte Abzüge befürchten.
Trading-Gebühren
Wenn du Coins kaufst, um sie zu staken, fallen Handelsgebühren an:
| Produkt | Maker Fee | Taker Fee |
|---|---|---|
| Kraken (Spot) | 0,16 % | 0,26 % |
| Kraken Instant Buy | 1,5 % | – |
Tipp: Nutze immer die reguläre Spot-Börse (Pro/Advanced Interface), nicht den „Instant Buy"-Button. Der Sofortkauf über die vereinfachte Oberfläche kostet bis zu 1,5 % Spread – ein erheblicher Unterschied, gerade bei größeren Beträgen.
Withdrawal-Gebühren
Die Abhebungsgebühren bei Kraken sind netzwerkabhängig und relativ fair:
| Coin | Withdrawal Fee |
|---|---|
| ETH | 0,0015 ETH (~4 €) |
| SOL | 0,01 SOL (~2 €) |
| DOT | 0,05 DOT (~0,30 €) |
| ADA | 1 ADA (~0,60 €) |
| ATOM | 0,005 ATOM (~0,05 €) |
Im Vergleich zur Konkurrenz sind die Withdrawal-Gebühren bei Kraken moderat. Binance ist bei einigen Coins günstiger, Coinbase teurer.
Versteckte Kosten
Gibt es nicht – zumindest keine, die wir in über 12 Monaten Nutzung identifiziert hätten. Kraken ist hier erfreulich transparent. Es gibt keine Inaktivitätsgebühren, keine Kontoführungsgebühren und keine Strafgebühren bei vorzeitigem Unstaking. Die einzigen Kosten sind: Handelsgebühren beim Kauf, Staking-Gebühr auf Rewards und Withdrawal-Gebühren bei Abhebung.
Gebühren-Vergleich mit der Konkurrenz
| Gebührentyp | Kraken | Coinbase | Binance | Lido |
|---|---|---|---|---|
| Staking-Gebühr | 15 % der Rewards | 25 % der Rewards | 0–20 % (variabel) | 10 % der Rewards |
| Spot-Trading | 0,16/0,26 % | 0,40/0,60 % | 0,10/0,10 % | – (DEX) |
| ETH Withdrawal | ~4 € | ~5 € | ~2 € | Gas Fee |
Kraken liegt bei den Staking-Gebühren im Mittelfeld: günstiger als Coinbase (25 %), aber teurer als Lido (10 %). Beim Trading ist Kraken deutlich günstiger als Coinbase, aber teurer als Binance.
Schritt-für-Schritt: So stakst du bei Kraken
1. Account erstellen
Besuche kraken.com und klicke auf „Konto erstellen". Du benötigst:
- E-Mail-Adresse
- Benutzername
- Starkes Passwort (mindestens 12 Zeichen, mit Sonderzeichen)
Die Registrierung selbst dauert weniger als 2 Minuten. Direkt im Anschluss solltest du die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren – am besten über eine Authenticator-App wie Google Authenticator oder Authy. SMS-basierte 2FA ist unsicherer und nicht empfohlen.
2. Verifizierung (KYC)
Für das Staking benötigst du mindestens die „Intermediate"-Verifizierung. Diese erfordert:
- Vollständiger Name
- Geburtsdatum
- Wohnadresse
- Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass)
Die Verifizierung läuft vollständig digital. In den meisten Fällen ist der Prozess innerhalb von 10–30 Minuten abgeschlossen. In Stoßzeiten kann es bis zu 48 Stunden dauern, aber das ist selten. In unserem Test war die Verifizierung in unter 15 Minuten durch.
3. Einzahlung
Kraken bietet für DACH-Nutzer folgende Einzahlungsmethoden:
- SEPA-Überweisung: Kostenlos, 1–3 Werktage Bearbeitungszeit
- SEPA Instant: 0,50 € Gebühr, innerhalb von Minuten
- Kreditkarte: 3,75 % Gebühr (nicht empfohlen für größere Beträge)
- Krypto-Einzahlung: Transfer von einer externen Wallet
Unsere Empfehlung: Nutze SEPA Instant für kleine bis mittlere Beträge – die 0,50 € Gebühr ist marginal, und du hast dein Geld innerhalb von Minuten auf dem Konto. Für größere Beträge lohnt sich die klassische SEPA-Überweisung, um die Gebühr komplett zu sparen.
4. Coins kaufen
Navigiere zur Spot-Börse (nicht den Sofortkauf nutzen!) und kaufe den gewünschten Coin. Für Einsteiger: Der „Simple"-Modus reicht aus, aber die Gebühren sind etwas höher. Wer sparen will, nutzt den „Advanced"-Modus mit Limit-Orders.
5. Staking aktivieren
- Gehe zu Earn → Staking
- Wähle den Coin, den du staken möchtest
- Gib den Betrag ein (es gibt keinen Mindestbetrag bei den meisten Coins)
- Bestätige mit einem Klick
- Fertig – deine Coins werden nun gestaked
Der Prozess dauert buchstäblich 10 Sekunden. Kraken zeigt dir sofort die erwartete APY und die nächste Reward-Auszahlung an.
6. Rewards tracken und auszahlen
Im Bereich Earn → Staking Rewards findest du eine detaillierte Übersicht deiner bisherigen Rewards. Die Rewards werden automatisch deinem Kraken-Konto gutgeschrieben. Du kannst sie:
- Erneut staken (manuell)
- In eine andere Kryptowährung tauschen
- Auf eine externe Wallet abheben
- In Euro umwandeln und per SEPA auszahlen
Zeitrahmen und Limits: Die erste Reward-Auszahlung kann je nach Coin 3–14 Tage dauern, da Netzwerke eine Warming-up-Phase haben. Danach erhältst du Rewards regelmäßig im angegebenen Intervall. Für das Unstaking gelten die netzwerkspezifischen Unbonding-Zeiten (z. B. 28 Tage bei DOT).
Sicherheit & Regulierung
Sicherheit ist das zentrale Verkaufsargument von Kraken – und die Börse liefert hier auf mehreren Ebenen ab.
Lizenzen und Aufsichtsbehörden
Kraken ist in mehreren Jurisdiktionen reguliert:
- BaFin (Deutschland): Kryptoverwahrerlizenz seit 2021
- FCA (Großbritannien): Registrierung als Krypto-Asset-Unternehmen
- FINTRAC (Kanada): Registriertes Money Services Business
- ASIC (Australien): Digital Currency Exchange Registrierung
- MiCA (EU): Vollständig konform seit Inkrafttreten der EU-Verordnung
Für DACH-Nutzer ist die BaFin-Regulierung besonders relevant: Kraken unterliegt damit deutschen Aufsichtsstandards und muss strenge Anforderungen an Geldwäscheprävention, Kundenidentifikation und operative Sicherheit erfüllen.
Proof of Reserves
Kraken war einer der ersten großen Börsen, die nach dem FTX-Skandal 2022 regelmäßige Proof-of-Reserves-Audits einführten. Die Audits werden von der unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Armanino durchgeführt und umfassen:
- Kryptografisch überprüfbare Merkle-Tree-Nachweise
- Verifizierung, dass Kundeneinlagen zu mindestens 100 % gedeckt sind
- Regelmäßige Veröffentlichung (mindestens halbjährlich)
- Nutzer können ihre eigene Balance im Merkle-Tree verifizieren
In den bisher veröffentlichten Audits lag die Deckungsquote stets bei über 100 %. Das bedeutet: Kraken hält mehr Kundengelder in Reserve, als tatsächlich als Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Das ist ein enormer Vertrauensfaktor, den nur wenige Börsen bieten können.
Versicherung der Assets
Kraken hat keine öffentlich bekannte Versicherungspolice für Kundengelder im Stil von Coinbase (das über eine Lloyd's-Police verfügt). Allerdings hat Kraken erklärt, dass ein signifikanter Teil der Unternehmensreserven als Puffer für den Fall eines Sicherheitsvorfalls vorgehalten wird. Die genauen Beträge sind nicht öffentlich.
Hack-Historie
In über 14 Jahren Betrieb gab es bei Kraken keinen erfolgreichen Hack mit Verlust von Kundengeldern. Das ist ein bemerkenswerter Track Record in einer Branche, in der selbst große Börsen wie Binance (2019: 7.000 BTC gestohlen), Bitfinex (2016: 120.000 BTC) oder Kucoin (2020: 275 Mio. USD) erhebliche Sicherheitsvorfälle verzeichneten.
2024 gab es einen öffentlich bekannt gewordenen Vorfall, bei dem ein Sicherheitsforscher eine Schwachstelle im Einzahlungssystem identifizierte. Kraken reagierte schnell und behob das Problem, bevor Kundengelder betroffen waren. Der Vorfall zeigte einerseits, dass keine Plattform perfekt ist – andererseits aber auch, dass Krakens Incident-Response-Prozesse funktionieren.
Technische Sicherheitsmaßnahmen
- Cold Storage: Über 95 % der Kundengelder werden offline in Cold Wallets aufbewahrt
- 2FA (Pflicht): Zwei-Faktor-Authentifizierung ist für alle Konten obligatorisch
- Global Settings Lock: Zusätzliche Sicherheitsebene, die Änderungen an Kontoeinstellungen für 24–72 Stunden sperrt
- Master Key: Ein separater Wiederherstellungsschlüssel für den Fall eines Zugangsverlusts
- Regelmäßige Penetrationstests: Externe Sicherheitsfirmen testen die Plattform kontinuierlich
- Bug-Bounty-Programm: Sicherheitsforscher werden für das Melden von Schwachstellen belohnt
- Verschlüsselung: Alle Daten werden at rest und in transit verschlüsselt
- Dediziertes Sicherheitsteam: Eines der größten Security-Teams in der Kryptobranche
Sicherheitsvergleich mit der Konkurrenz
| Kriterium | Kraken | Coinbase | Binance | Bitpanda |
|---|---|---|---|---|
| Proof of Reserves | ✅ Ja | ❌ Nein | ✅ Ja | ❌ Nein |
| Hack-Vorfall | ❌ Keiner | ❌ Keiner | ✅ 2019 (7.000 BTC) | ❌ Keiner |
| BaFin-Regulierung | ✅ | ✅ | ⚠️ Eingeschränkt | ✅ |
| Cold Storage % | >95 % | ~98 % | Unbekannt | Unbekannt |
| Bug Bounty | ✅ | ✅ | ✅ | ✅ |
Erfahrungsbericht: Unser Praxis-Test nach 12 Monaten
Wir nutzen Kraken seit Anfang 2025 aktiv für Staking und haben in über 12 Monaten Erfahrungen mit verschiedenen Coins und Funktionen gesammelt. Hier unser ehrlicher Eindruck.
Benutzerfreundlichkeit (UI/UX)
Krakens Oberfläche hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Das Redesign 2024 brachte ein moderneres Interface mit klarerer Navigation. Der Staking-Bereich ist über „Earn" → „Staking" erreichbar und intuitiv gestaltet. In wenigen Klicks ist der gewünschte Coin gestaked. Was positiv auffällt: Kraken zeigt die erwartete APY, die nächste Auszahlung und den bisherigen Reward-Verlauf übersichtlich an.
Trotzdem merkt man der Plattform an, dass sie primär für erfahrenere Nutzer konzipiert ist. Einsteiger können sich von der Fülle an Funktionen (Spot, Margin, Futures, Staking, NFTs) anfangs erschlagen fühlen. Im Vergleich zu Bitpanda, das explizit auf Einfachheit setzt, hat Kraken eine steilere Lernkurve.
App vs. Desktop
Die Kraken-App (iOS und Android) ist solide und bietet alle Staking-Funktionen, die auch auf dem Desktop verfügbar sind. Die App wurde 2024 komplett überarbeitet und ist deutlich besser als die ältere Version. Staking lässt sich bequem mobil aktivieren und verwalten. Die App bietet zudem Push-Benachrichtigungen für Reward-Gutschriften, was ein nettes Feature ist.
Im Desktop-Vergleich fehlen der App einige der erweiterten Trading-Features, aber für Staking ist sie vollkommen ausreichend. Wir nutzen im Alltag hauptsächlich die App.
Kundensupport
Kraken bietet Support per Live-Chat (24/7) und E-Mail-Tickets. In unserem Test war der Live-Chat in der Regel innerhalb von 5–15 Minuten erreichbar. Die Qualität der Antworten war gut – die Mitarbeiter konnten spezifische Fragen zu Staking-Konditionen, Unbonding-Zeiten und Reward-Berechnungen kompetent beantworten.
Es gibt auch einen deutschsprachigen Support, der allerdings nicht rund um die Uhr verfügbar ist. Außerhalb der Geschäftszeiten wird auf Englisch geantwortet. Das ist für die meisten DACH-Nutzer kein Problem, sollte aber erwähnt werden.
Auszahlungsgeschwindigkeit
SEPA-Auszahlungen dauerten in unserem Test konsistent 1–2 Werktage. Krypto-Abhebungen wurden in der Regel innerhalb von 10–30 Minuten verarbeitet. Wir hatten keinen einzigen Fall, in dem eine Auszahlung verzögert oder blockiert wurde – ein Punkt, bei dem einige Konkurrenten (insbesondere Binance) gelegentlich Probleme machen.
Probleme, die uns aufgefallen sind
- Kein Auto-Compounding: Man muss Rewards manuell erneut staken, was bei vielen Coins und kleinen Beträgen unpraktisch ist
- Unbonding-Zeiten sind lang: Gerade bei DOT (28 Tage) und ATOM (21 Tage) muss man Geduld mitbringen
- Instant Buy ist teuer: Wer aus Bequemlichkeit den Sofortkauf nutzt, zahlt deutlich mehr als nötig
- Steuer-Report limitiert: Der Steuer-Export könnte detaillierter sein, insbesondere für die Staking-Rewards. Drittanbieter-Tools wie CoinTracking oder Blockpit sind empfehlenswert
- Keine Staking-Rewards in der Kontoübersicht: Die Rewards tauchen im normalen Kontostand auf, sind aber nicht separat als „Staking-Einkommen" markiert – für die Steuererklärung unpraktisch
Für wen eignet sich Kraken Staking?
Ideal für:
Sicherheitsbewusste Anleger: Wenn dir Regulierung, Proof of Reserves und ein tadelloser Sicherheits-Track-Record wichtig sind, ist Kraken die Top-Wahl unter den CeFi-Börsen. Keine andere große Börse kann einen vergleichbaren Track Record vorweisen.
DACH-Nutzer mit Regulierungsbedürfnis: Die BaFin-Registrierung und MiCA-Konformität geben ein Maß an Rechtssicherheit, das gerade im deutschsprachigen Raum geschätzt wird. Zusammen mit deutschsprachigem Support ist Kraken eine der besten Optionen für DACH-Staker.
Fortgeschrittene Krypto-Nutzer: Wer bereits Erfahrung im Krypto-Bereich hat und eine professionelle Plattform mit breitem Funktionsumfang sucht, findet bei Kraken ein stimmiges Gesamtpaket. Die Kombination aus Trading (Spot, Margin, Futures) und Staking auf einer Plattform ist praktisch.
Weniger geeignet für:
Absolute Einsteiger: Kraken ist nicht kompliziert, aber auch nicht so intuitiv wie Bitpanda. Wer noch nie eine Krypto-Börse genutzt hat, könnte sich anfangs überfordert fühlen.
Renditejäger: Wer maximale APY sucht, wird bei DeFi-Protokollen (Lido, Rocket Pool) oder bei Binance mit Aktionsangeboten mehr herausholen.
DeFi-Enthusiasten: Kraken bietet kein Liquid Staking. Wer seine gestakten Assets in DeFi-Protokollen weiternutzen will, braucht einen Anbieter wie Lido (stETH) oder Coinbase (cbETH).
Detaillierte Pro/Contra-Liste
✅ Vorteile
-
Makellose Sicherheitshistorie: Über 14 Jahre ohne erfolgreichen Hack – kein anderer großer Exchange kann das bieten. Das gibt ein Vertrauensniveau, das durch nichts anderes ersetzt werden kann.
-
Proof of Reserves: Kryptografisch verifizierbare Nachweise, dass alle Kundengelder gedeckt sind. Nach dem FTX-Debakel ist das kein Nice-to-have, sondern eine Notwendigkeit – und Kraken liefert.
-
BaFin-Regulierung und MiCA-Konformität: Für DACH-Nutzer ein entscheidender Vorteil. Du weißt, dass dein Anbieter deutschen Aufsichtsstandards unterliegt und im Zweifelsfall greifbar ist.
-
Breites Staking-Angebot: Mit 20+ Coins hat Kraken eines der größten CeFi-Staking-Portfolios. Von Ethereum bis Mina Protocol – für jeden Geschmack ist etwas dabei.
-
Faire und transparente Gebührenstruktur: 15 % der Rewards sind marktüblich, und Kraken zeigt immer die Netto-APY an. Keine versteckten Kosten, keine bösen Überraschungen.
-
Niedrige Mindestbeträge: Bei den meisten Coins gibt es keinen oder einen minimalen Mindestbetrag. Auch mit kleinen Beträgen kann man sofort staken.
-
Solide App und Desktop-Plattform: Die 2024er-Überarbeitung hat die UX deutlich verbessert. Staking ist mit wenigen Klicks aktiviert.
❌ Nachteile
-
Kein Liquid Staking: Du erhältst kein handelbares Token (wie stETH oder cbETH) für deine gestakten Assets. Das schließt DeFi-Composability komplett aus.
-
Custodial-Modell: Deine Keys liegen bei Kraken. „Not your keys, not your coins" – das Gegenparteirisiko bleibt, auch wenn Kraken es durch Proof of Reserves minimiert.
-
Kein Auto-Compounding: Rewards müssen manuell erneut gestaked werden. Bei vielen Coins und kleinen Beträgen ist das lästig und kostet effektive Rendite.
-
Lange Unbonding-Zeiten: Bis zu 28 Tage bei DOT, 21 Tage bei ATOM. In volatilen Marktphasen kann das ein echtes Problem sein, wenn du schnell reagieren willst.
-
SEC-Settlement wirft Schatten: Auch wenn DACH-Nutzer nicht betroffen sind, hat das SEC-Settlement 2023 gezeigt, dass regulatorische Risiken jederzeit Auswirkungen auf das Staking-Angebot haben können.
-
Steuer-Reporting verbesserungswürdig: Der native Steuerexport ist für deutsches Steuerrecht nicht optimal. Du brauchst in der Regel ein Drittanbieter-Tool.
-
Spot-Gebühren höher als Binance: Wer regelmäßig nachkauft, zahlt bei Kraken mehr Trading-Fees als bei der Konkurrenz aus Asien.
Vergleich mit Alternativen
| Kriterium | Kraken | Coinbase | Binance | Lido |
|---|---|---|---|---|
| ETH Netto-APY | ~3,5 % | ~3,0 % | ~3,2 % | ~3,8 % |
| Staking-Gebühr | ~15 % | ~25 % | 0–20 % | 10 % |
| Anzahl Staking-Coins | 20+ | 10+ | 15+ | 1 (ETH) |
| Regulierung (DACH) | BaFin | BaFin | ⚠️ Eingeschränkt | Keine |
| Proof of Reserves | ✅ | ❌ | ✅ | N/A (DeFi) |
| Liquid Staking | ❌ | ✅ (cbETH) | ❌ (BETH eingestellt) | ✅ (stETH) |
| Hack-Historie | Sauber | Sauber | 2019-Hack | N/A |
| Sicherheits-Score | ⭐⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ | ⭐⭐⭐ |
Wann ist welche Plattform die bessere Wahl?
Wähle Kraken, wenn dir Sicherheit und Regulierung wichtiger sind als maximale Rendite. Kraken bietet den besten Kompromiss aus Vertrauen, Coin-Auswahl und fairem Preis.
Wähle Coinbase, wenn du Liquid Staking (cbETH) für DeFi-Nutzung brauchst und bereit bist, die höhere Gebühr (25 %) dafür zu zahlen. Coinbase ist zudem als NASDAQ-gelistetes Unternehmen besonders transparent.
Wähle Binance, wenn du die niedrigsten Trading-Gebühren und maximale Flexibilität willst. Beachte allerdings die regulatorischen Unsicherheiten in der EU.
Wähle Lido, wenn du maximale ETH-Rendite bei niedrigster Gebühr willst und bereit bist, das Smart-Contract-Risiko zu tragen. stETH bietet zudem volle DeFi-Composability.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist Kraken Staking in Deutschland legal und verfügbar?
Welche Coins kann ich bei Kraken staken und welche APY ist realistisch?
Wie hoch ist die Staking-Gebühr bei Kraken und ist sie fair?
Kann ich meine gestakten Coins jederzeit wieder abheben?
Ist mein Geld bei Kraken sicher?
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